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Unfallversicherung: die besten Tarife im Test & Vergleich

Unfallversicherung: die besten Tarife im Test & Vergleich Es kann leider stets passieren: ein Unfall, der für den Leidtragenden immense Summen nach sich ziehen kann. Um sich bereits im Vorfeld abzusichern, ist eine gute Unfallversicherung das A und O. In unseren unabhängigen Testberichten, Ratgebern und auch im Vergleichsrechner besteht die Möglichkeit, detaillierte Informationen und Konditionen der besten Unfallversicherungen auf dem Markt ausfindig zu machen.
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  • unabhängige Testberichte
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  • private Unfall-Abdeckung vergleichen
  • beste Konditionen bei frühen Abschlüssen

Michael Schumacher verunglückte am 29.12.2013 und ist seit dem Vollinvalide. Der Unfall geschah bekanntermaßen nicht im Extremsport mit einem Formel 1 Rennwagen, sondern beim Breitensport Skifahren. Sein Leben wird nie wieder so sein, wie es vor dem Unfall war. Zumindest seine Familie muss sich aber finanziell keine Sorgen machen. Die wirtschaftliche Existenz seiner Frau und seiner Kinder ist aufgrund seines Vermögens gesichert.

Unfallversicherung: die besten Tarife im Test & VergleichEs stellt sich jedoch die Frage, wie es um Otto Normalverbraucher in einer solchen Situation bestellt ist, der über kein finanzielles Polster in sieben- oder achtstelliger Höhe verfügt.

Angenommen, Dir wäre vor einem Jahr ein Unfall mit schwersten Folgen passiert, was ja zum Glück nicht der Fall war. Aber einmal angenommen, Du wärest auf der Treppe ausgerutscht oder ein Radfahrer hätte Dich in der Fußgängerzone umgefahren. Die Diagnose lautete Querschnittslähmung – nur einmal angenommen. Wie, denkst Du, würde Dein Leben heute verlaufen? Könntest Du Deinen Beruf noch ausüben? Wenn nein, wie verhielte es sich mit den laufenden Kosten, Miete, Hypotheken, Essen und Trinken?

Es ist unstrittig, dass eine körperliche Behinderung in den meisten Fällen zu einem Verlust des Arbeitsplatzes führt. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Erwerbsminderungsrente zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel ist. Darüber hinaus haben gerade junge Menschen häufig noch keinen Anspruch, da 60 Monate vor Eintritt des Schadensfalles mindestens 36 Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung gezahlt worden sein mussten, um überhaupt einen Anspruch geltend machen zu können. Die Vergangenheit zeigt immer wieder, dass ein solches Ereignis den Einstieg zum sozialen Abstieg einläutet. Die wenigsten Unfallopfer verfügen über den finanziellen Hintergrund der Familie Schumacher.

Eine unfallbedingte Behinderung hat häufig einen Umbau der Wohnung zur Folge, ein Kostenfaktor, der nicht unbedingt in voller Höhe von den Kassen und Rententrägern erstattet wird. Neben diesen kurzfristigen Ausgaben geht es aber auch darum, langfristig ein finanzielles Auskommen zu erhalten und nicht auf Grundsicherung angewiesen zu sein.

Nicht umsonst gilt es, dass Du die Erträge deiner eigenen Arbeitskraft absicherst. Die Lösung dafür bietet Dir eine private Unfallversicherung, deren Abschluss auch seitens der Stiftung Warentest empfohlen wird. Wie die Verbraucherschützer auf ihrer Themenseite Unfallversicherung schreiben, ereignen sich jedes Jahr in Deutschland rund neun Millionen Unfälle – nicht alle gehen mehr oder weniger glimpflich aus.

Ist die private Unfallversicherung sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung bietet Dir, ähnlich einer privaten Haftpflichtversicherung, Schutz vor einem existenzgefährdenden Risiko.

Bereits in der Einleitung haben wir angerissen, welchen Sinn eine private Unfallversicherung macht. Es geht dabei nicht um die finanzielle Kompensation, wenn Du wegen eines Beinbruchs im Krankenhaus liegst. Das Krankenhaustagegeld ist nett, aber nicht existenziell notwendig. Es geht bei einer Unfallversicherung dabei, Deine wirtschaftliche Existenz abzusichern. Fast jeder Berufstätige wird im Laufe seines Berufslebens über eine Million Euro verdienen. Bereits durchschnittlich 40.000 Euro im Jahr bei 35 Berufsjahren ergeben eine Summe von 1,4 Millionen Euro. Die berufliche Entwicklung bedingt auch einen Anstieg der Lebenshaltungskosten, immerhin gönnt man sich schon mal etwas mehr, wenn ein steigendes Einkommen dies zulässt. Dazu kommt eine Lebensplanung, die auf einem kontinuierlichen Einkommen aufbaut.

Ein Unfall ist als ein plötzlich und unerwartet von außen einwirkendes Ereignis definiert. Mit anderen Worten – von einer Sekunde zur anderen sind bei einem schweren Unfall alle Träume zerstört. Eine private Unfallversicherung kann zwar die Zeit nicht zurückdrehen, aber zumindest die Zukunft entspannter gestalten. Der Sinn einer Unfallversicherung liegt darin, ab Eintritt der Invalidität Deinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Unfallkrankenhaustagegeld, Genesungsgeld, alles wunderbar, aber „nice to have“, sie sind nicht zwingend notwendig.

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, es geht darum, ein existenzgefährdendes Risiko abzusichern. Und dieses Risiko ist nicht mit einem fünfstelligen Betrag abgesichert. Aber keine Angst, zum Thema Prämie kommen wir an einer anderen Stelle und dort siehst Du, dass ein großes Risiko mit kleinem Aufwand abgesichert werden kann. Im Vergleich zur durchschnittlichen Prämie für eine KFZ-Haftpflicht oder eine Hausratversicherung nimmt sich der Beitrag marginal aus.

Die Antwort auf die Frage „ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?“ lautet eindeutig „Ja“.

Für wen gilt die gesetzliche Unfallversicherung?

Deine Frage ist berechtigt. Ja, es gibt eine gesetzliche Unfallversicherung. Diese greift aber nur, wenn es sich um einen Arbeitsunfall oder eine Berufserkrankung handelt. Für Arbeitnehmer ist es ungeheuer wichtig, ob der Unfall berufsbedingt war oder nicht. Die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind deutlich besser, als die Erwerbsminderungsrente. Nicht umsonst beschäftigen sich die deutschen Sozialgerichte beispielsweise permanent mit der Frage des Wegeunfalls. Ein Arbeitnehmer verlässt das Haus, rutscht aus und verletzt sich. In diesem Fall handelt es sich normalerweise um einen Arbeitsunfall, da er bereits das Haus verlassen hat.

Stolpert er jedoch noch im Treppenhaus, wird der Sachverhalt als Freizeitunfall eingestuft. Hier scheiden sich häufig die Geister zwischen dem Rententräger, der berufsgenossenschaftlichen Unfallversicherung (BGU), und dem Anspruchsteller. Auf die Leistungen der BGU gehen wir in einem speziellen Abschnitt vertiefend ein.
 Das heißt nun für dich:

  • Die private Unfallversicherung schützt Dich vor den existenzbedrohenden Folgen eines Unfalls.
  • Wenn Du über kein finanzielles Polster verfügt, um Dein Leben auch ohne Einkommen zu bestreiten, ist eine Unfallversicherung für Dich absolut empfehlenswert.
  • Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Dir nur eingeschränkten Versicherungsschutz bei Arbeits- oder Wegeunfällen.

Was ist eine private Unfallversicherung?

Über 60 Prozent aller Unfälle ereignen sich in der Freizeit und im Haushalt – damit wird ersichtlich, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur einen nicht ausreichenden Schutz bietet. Eine private Unfallversicherung ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen Dir und einer Versicherungsgesellschaft. Im Vertrag wird vereinbart, welche Leistung der Versicherer im Zusammenhang mit einem Unfall an Dich zu erbringen hat. Diese Leistungen werden individuell vereinbart. Es kann sich dabei um

  • eine einmalige Kapitalzahlung,
  • eine Rentenzahlung,
  • die Kosten für die Bergung, nicht nur nach Unfällen,
  • oder auch eine Todesfallleistung handeln.

Versicherungsbedingungen als Grundlage

Den Leistungsvereinbarungen liegen die Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB), aktuell auf dem Stand von 2010, zugrunde. Der Kernsatz des Bedingungswerkes definiert zunächst den juristischen Sachverhalt, wie Unfälle einzuordnen sind. Die Definition lautet:

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“ (§ 178, Abs. 2, Satz 1, Versicherungsvertragsgesetz (VVG)).

Die Definition wurde jedoch um körperliche Schäden durch erhöhte eigene Kraftanstrengung, beispielsweise Sehnenrisse, Kapselverletzungen oder Bänderrisse erweitert.

Als plötzliches und unerwartetes Ereignis gelten seit einigen Jahren auch ein Zeckenbiss und seine Spätfolgen, Vergiftung und Verstrahlung. Gerade für Eltern mit kleinen Kindern sind die beiden ersten Punkte von großer Wichtigkeit. Ein weiterer Bestandteil der Versicherungsbedingungen sind die Progressionsstufen, die vereinbart werden können und die Gliedertaxe. Die Gliedertaxe definiert, wie viel die Unfallversicherung leistet, wenn ein bestimmter Invaliditätsgrad eingetreten ist. So bedingt der Verlust eines Fingers eine geringere Leistung, als der Verlust eines Armes. Die nachfolgende Grafik gibt dir einen Überblick:

Gliedertaxe

(Quelle: Finanztest)

Bei einem schweren Unfall kann es passieren, dass mehrere Faktoren zusammenlaufen, beispielsweise der Verlust eines Beines und eines Armes. Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Was zahlt die Unfallversicherung? In der Summe wären dann 140 Prozent der Versicherungssumme fällig. Dies ist aber nicht der Fall. Der Versicherer leistet maximal 100 Prozent. Anders wäre es, wenn der Geruchssinn verloren geht und eine Hand im Handgelenk. In diesem Fall würde der Versicherer 65 Prozent der Versicherungssumme, entsprechend der Progressionsvereinbarung zahlen.

Bei einer Unfallversicherung handelt es sich um eine reine Risikoversicherung, wie beispielsweise die Autohaftpflichtversicherung. Sie leistet nur, wenn die versicherte Person einen Anspruch entsprechend der Vertragsbedingungen geltend machen kann. Daher wird kein Kapital gebildet. Die Frage, ob man sich eine Unfallversicherung, ähnlich einer Lebensversicherung, ausbezahlen lassen kann, muss verneint werden.

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Wann zahlt die UnfallversicherungDie Beantwortung dieser Frage schließt nicht nur den Sachverhalt ein, ob es sich um einen Unfall handelt. Davon gehen wir einfach einmal aus. Die Antwort muss vielmehr auf den gesamten Leistungsbereich ausgedehnt werden, sprich, gibt es zeitliche oder regionale Einschränkungen. Die Antwort auf die Frage, wann greift die Unfallversicherung, lautet: Weltweit und rund um die Uhr. Diese Tatsache schließt auch einen Arbeitsunfall mit ein. In diesem Fall erhält das Unfallopfer sowohl eine Leistung der BGU als auch eine Zahlung seiner privaten Unfallversicherung. Voraussetzung ist jedoch, dass der private Vertrag keine reine Freizeitunfallversicherung darstellt. Während die Privathaftpflichtversicherung beispielsweise Hotelschäden, auch im Ausland, explizit ausweisen muss, gibt es diese Einschränkung unbegrenzten Gültigkeit bei der Unfallversicherung nicht.

Was wird bei einem Unfall bezahlt?

Wie wir schon beschrieben haben, kannst Du als Versicherungsnehmer auswählen, ob Du im Fall einer Invalidität eine einmalige Kapitalleistung, eine lebenslange Unfallrente oder eine Kombination aus beidem wünschst. Neben dem Fall der Berufsunfähigkeit deckt die private Unfallversicherung jedoch noch mehr ab. Wichtig ist, eine Unfallversicherung ist kein statisches Versicherungsprodukt. Sie kann aus vielen Bausteinen individuell zusammengestellt werden. Die Höhe der Leistungen kannst Du als Versicherungsnehmer selbst bestimmen, allerdings gibt es Obergrenzen, die von Versicherer zu Versicherer variieren.

Warum ist die Todesfallleistung so wichtig?

Der Invaliditätsgrad nach einem Unfall kann in den seltensten Fällen sofort definiert werden. Zunächst einmal muss der Heilungsprozess abgewartet werden. Dieser kann, mit wenigen schweren Ausnahmen bei der Invalidität, die Höhe derBerufsunfähigkeit durchaus mindern. Anschließende Therapiemaßnahmen können ebenfalls erfolgreich anschlagen und die körperlichen Beeinträchtigungen weiter reduzieren. Daraus lässt sich leicht ableiten, dass die Feststellung des endgültigen Invaliditätsgrades Monate dauern kann. Auf der anderen Seite gilt die Lohnfortzahlung in den meisten Fällen nur für 42 Tage. Daran schließt sich das Krankentagegeld an. Dieses wird für weitere 18 Monate entrichtet. Dauert die Therapie zu diesem Zeitpunkt noch an, greift die Grundsicherung. Wie wir eingangs erwähnten, bedeute schwere Unfälle häufig den sozialen Abstieg, wenn keine private Vorsorge getroffen wurde.

Deine Lebenshaltungskosten während der Therapie und der Dauer der Feststellung des endgültigen Invaliditätsgrades laufen aber weiter. Dazu zählen möglicherweise auch Kreditraten. Die Banken werden unter diesen Umständen zwar einer Stundung zustimmen, am Ende des Tages bestehen sie aber auf Rückführung des Kredites.

Das schlimmste Ereignis, welches ein Unfallopfer treffen kann, ist der unfallbedingte Tod. In diesem Fall muss der Versicherer auf jeden Fall leisten. Die Todesfallleistung kann als individueller Baustein in den Vertrag integriert werden. Der Vorteil liegt darin, dass der Patient diese Leistung als Vorauszahlung abrufen kann, da sie im Zweifelsfall auf jeden Fall fällig wird. Diese diskontierte Zahlung auf die Invaliditätszahlung deckt nun in der Übergangsphase die laufenden Kosten.

Was leistet eine private Unfallversicherung?

Was leistet eine private Unfallversicherung?Wir haben darüber gesprochen, dass die Unfallversicherung aus vielen einzelnen Bausteinen besteht. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass es sich bei dem wichtigsten Baustein um die Absicherung im Fall einer Vollinvalidität dreht. Dieser Baustein kann entweder eine Kapitalzahlung oder eine lebenslange Unfallrente sein. Die Höhe der Kapitalzahlung richtet sich nach der vereinbarten Grundversicherungssumme und der Progressionsstaffel.

Was bedeutet Progression?

Die Progressionsstaffel gibt an, wie hoch die Versicherungssumme abhängig vom Invaliditätsgrad ausfällt. Je höher der Invaliditätsgrad definiert ist, um so stärker steigt die Kapitalleistung. Bei einem linear ausgestalteten Vertrag mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro werden bei 20 % Invalidität 20.000 Euro gezahlt, bei 50 % 50.000 Euro und sofort. Bei einer vereinbarten Progressionsstufe steigt die Kapitalzahlung überproportional. Progressionsstufen können je nach Versicherer in der Bandbreite 350%, 500% oder 1.000% gewählt werden. Am einfachsten ist es, Du wirfst einen Blick auf die folgenden Grafiken, denen eine Versicherungssumme von 100.000 Euro zugrunde liegt.

Beispiel P 500-Tarif
Beispiel Linearer Tarif

Quelle: Finanzest

Der Vorteil einer hohen Progression liegt eindeutig darin, dass die Prämien deutlich günstiger ausfallen, als wenn beispielsweise ein linearer Tarif mit einer maximalen Leistung von 500.000 Euro gewählt wird.

Die Kapitalzahlung

Im Leistungsfall zahlt der Versicherer eine einmalige Kapitalzahlung abhängig vom Invaliditätsgrad und der vereinbarten Progressionsstufe. Die Kapitalleistung greift bereits bei dem kleinsten definierten Invaliditätsgrad. Die Kapitalzahlung solltest Du so wählen, dass dir ein Auskommen auch ohne weitere Einkünfte gesichert ist. Als Faustformel gilt das 10fache Jahresbruttoeinkommen. Berücksichtige bei der Berechnung aber bitte, ob Du nur von den Zinsen leben möchtest, auf die Steuern anfallen, oder ob auch ein Kapitalverzehr greifen soll. Dieser wiederum ist gefährlich, denn was passiert, wenn der Kapitalstock aufgezehrt ist?

Unfallkrankenhaustagegeld und Genesungsgeld

Das Unfallkrankenhaustagegeld (UKT) wird für jeden Tag gezahlt, den Du unfallbedingt im Krankenhaus liegst. In der Regel sind Staffelungen von fünf oder zehn Euro üblich. Das Unfallkrankenhaustagegeld kann um das Genesungsgeld (GG) ergänzt werden. Es ist in der Höhe anfänglich mit dem UKT identisch, nach einer gewissen Zeit nimmt es sukzessive ab. Sinnvoller als ein UKT ist der Abschluss eines klassischen Krankenhaustagegeldes, da dieses auch leistet, wenn Du einmal nicht unfallbedingt im Krankenhaus liegst.

Die Unfallrente

Neben der Kapitalzahlung kannst Du auch eine Unfallrente vereinbaren. Diese wird jedoch erst ab einem Invaliditätsgrad von mehr als 50 Prozent gezahlt, dafür lebenslänglich. In der Vergangenheit hat sich eine Kombination aus Unfallrente und Kapitalzahlung bewährt.

Todesfallleistung

Wie wir an anderer Stelle bereits angesprochen haben, ist die Todesfallleistung eine sinnvolle Ergänzung zur Kapital- oder Rentenzahlung, da sie eine Vorabauszahlung ermöglicht. Im schlimmsten Fall leistet sie, falls der Versicherungsnehmer an den Folgen des Unfalls verstirbt. Als empfohlene Größenordnung gelten 10.000 Euro für die Todesfallleistung.

Übergangsleistung

Die Übergangsleistung sieht genau den Sachverhalt vor, den wir im gesonderten Kapitel „Todesfallleistung“ geschildert haben. Sie muss, ebenso wie beispielsweise das UKT, gesondert beantragt werden. Der Nachteil dieses Bausteins gegenüber der Todesfallabsicherung liegt jedoch darin, dass im Falle des vorzeitigen Ablebens der versicherten Person keine Leistung erbracht wird.

Zusatzleistungen

Als Zusatzleistungen gelten Dinge wie Zuschüsse für Zahnersatz bei unfallbedingten Zahnschäden oder eine einmalige Zahlung, wenn der Unfall während der Nutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels erfolgte. Wichtiger sind jedoch die beitragsfrei mitversicherten Bergungskosten. Dazu zählen nicht nur die Aufwendungen für die Feuerwehr, wenn das Unfallopfer aus einem Autowrack geschnitten werden muss. Dazu zählt beispielsweise auch, wenn die versicherte Person im Gebirge mittels eines Hubschraubers von einer Bergspitze „gepflückt“ werden muss. Dieser Einsatz setzt keine körperliche Schädigung der versicherten Person voraus.

Die Gesundheitsfragen im Antrag

Bei der Unfallversicherung handelt es sich um eine Personenversicherung. Aus diesem Grund grenzen die Versicherer mögliche gesundheitliche Probleme bei den Antragstellern durch Gesundheitsfragen ein. Diese fallen aber bei Weitem weniger umfangreich aus, als beispielsweise bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Normalerweise beschränken sich die Fragen auf die Punkte

  • Bereits bestehende körperliche Beeinträchtigungen
  • Suchterkrankungen
  • Geistige Beeinträchtigung
  • Störungen des Bewegungsapparates oder andere Erkrankungen
  • Fanden in den letzten fünf Jahren Krankenhausaufenthalte statt
  • Mussten aufgrund von Unfällen, Erkrankungen oder Gebrechen Medikamente eingenommen werden?

Damit gestaltet sich die Antragstellung für eine private Unfallversicherung ausgesprochen schlank, der Antrag ist in wenigen Minuten ausgefüllt.

 In Kürze:

  • Du stellst Deine private Unfallversicherung nach Deinen Bedürfnissen zusammen.
  • Denke daran, dass nicht alle Bausteine sinnvoll sind.
  • Du kannst die Kapitalleistung mit einer lebenslangen Rente kombinieren.
  • Je höher Du die Progressionsstufe wählst, um so günstiger wird der Beitrag.
  • Du genießt weltweit und rund um die Uhr umfangreichen Versicherungsschutz.
  • Die Gesundheitsfragen fallen kurz aus.

Kann man eine Unfallversicherung auszahlen lassen?

Auf diese Frage sind wir in der Kürze schon an anderer Stelle eingegangen, wollen Sie hier aber noch einmal gesondert aufgreifen. Nach wie vor werden Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr angeboten. Diese extrem unrentablen Verträge kombinieren eine Unfallversicherung mit einer Lebensversicherung. Sie sind überdurchschnittlich teuer und vonseiten der Rendite völlig uninteressant. Für den Vertrieb haben sie allerdings den Vorteil einer deutlich höheren Provisionszahlung. Seriöse Anbieter stellen Verträge mit einem Jahr Laufzeit zur Verfügung. Der Versicherungsnehmer kann jedes Jahr den Vertrag beenden.

Bei einer Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr (UPR) betragen die Laufzeiten mindestens zehn Jahre. Da es sich um eine verzinsliche Ansammlung der Verträge handelt, wird auf die Auszahlung am Ende die Abgeltungssteuer angerechnet. Solltest Du einen solchen Vertrag besitzen, wäre es sinnvoll, eine vorzeitige Auflösung zu überprüfen. Es ist auf jeden Fall rentabler, eine reine Unfallversicherung abzuschließen, und den restlichen Monatsbeitrag auf andere Weise anzusparen. Die Unfallversicherung stilllegen, ist wirtschaftlich auf jeden Fall sinnvoll.

Anders verhält es sich, wenn eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung als Bestandteil einer Lebens- oder Rentenversicherung eingeschlossen wird. Allerdings liegen die Hürden bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für den Antragsteller deutlich höher als bei einer reinen Unfallversicherung. Obwohl von der Stiftung Warentest ebenfalls als eine notwendige, weil existenzsichernde Absicherung eingestuft, liegt die Ablehnungsquote durch die Versicherer extrem hoch. Bereits kleine Vorerkrankungen sind für Prämienaufschläge oder Risikoausschlüsse ausreichend.

Unterschiedliche Zielgruppen, unterschiedliche Bedürfnisse

Die vertragliche Ausgestaltung deiner Unfallversicherung hängt auch davon ab, welcher Zielgruppe Du angehörst. Falls Du als Elternteil Deine Kinder versichern möchtest, setzt Du andere Prioritäten, als ein Verbraucher über 60. Vor diesem Hintergrund bieten die Assekuranzen auch unterschiedliche Tarife an.

Die Kinderunfallversicherung

Die KinderunfallversicherungHalten wir uns einmal folgendes Szenario vor Augen: Ein fünf Jahre altes Kind erleidet einen so schweren Unfall, dass zu diesem Zeitpunkt bereits eine spätere Berufstätigkeit ausgeschlossen werden kann. Das klingt auf den ersten Blick dramatisch und unvorstellbar – die Vergangenheit hat jedoch immer wieder das Gegenteil bewiesen. Kinder, Schüler und Studenten haben im Invaliditätsfall einen Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, falls der Unfall in einer betreuten Kindertagesstätte, der Schule oder der Universität passierte. Der Weg hin oder zurück sind auch abgesichert – was aber ist beispielsweise, wenn Unfälle auf dem Spielplatz passieren? Die Rentenhöhe der gesetzlichen Rententräger richtet sich nach dem Grad der Behinderung und dem Alter des Kindes, bewegen sich aber in einem Bereich, der keine echte Absicherung darstellt.

Die Kinderunfallversicherung, aber auch die Unfallversicherung für Schüler und Studenten, sollte auf jeden Fall berücksichtigen, dass der Nachwuchs invaliditätsbedingt unter Umständen niemals eine Berufstätigkeit ausüben kann. Entsprechend hoch solltest Du als Elternteil die Versicherungssumme ansetzen.

Ohne Kapitalverzehr erbringt eine Kapitalleistung von 200.000 Euro bei einem jährlichen Zinssatz von drei Prozent eine monatliche Leistung von 500 Euro. Für eine Zahlung von monatlich 1.000 Euro wäre also ein Kapitalstock von 400.000 Euro notwendig. Als sinnvolle Ergänzung zur Kapitalleistung gilt bei der Kinderunfallversicherung die Unfallrente. Diesen Sachverhalt bestätigte bereits im Jahr 2005 die Stiftung Warentest in ihrer Onlineausgabe. Die Sicherung der finanziellen Selbstständigkeit des Kindes auch im Erwachsenenalter hat bei der Zusammenstellung der Versicherungspolice einen deutlich höheren Stellenwert, als ein Krankenhaustagegeld.

Für die Kinderunfallversicherung gilt: Der maximale Versicherungsschutz ist der Beste.

Für Schüler und Studenten gelten die gleichen Prämissen wie für Kinder.

Unfallversicherung für Erwerbstätige und Erwachsene

Grundsätzlich können alle Erwerbstätigen auf eine Unfallversicherung zurückgreifen, die nur für die Freizeit einen entsprechenden Schutz bietet. Ob dies allerdings sinnvoll ist, bleibt dahingestellt. Die Prämienunterschiede zu einem Versicherungsschutz rund um die Uhr sind marginal. Vor dem Hintergrund, dass es immer wieder zu juristischen Streitigkeiten kommt, ob es sich bei einem Unfall tatsächlich um einen Arbeitsunfall handelt, bietet die private Unfallversicherung die Gewissheit, dass die finanzielle Sicherheit auf jeden Fall gewährleistet bleibt. Die privaten Assekuranzen leisten, unabhängig davon, ob auch gegen einen öffentlichen Versicherungsträger Ansprüche bestehen.

Die Unfallversicherung für Erwerbstätige unterscheidet nicht, ob Du als versicherte Person selbstständig tätig bist oder als Arbeitnehmer dein Geld verdienst. Sie unterscheidet bei Erwachsenen allerdings in Bezug auf die Berufstätigkeit. Die Prämie richtet sich nach der Zuordnung in die Gefahrengruppe A oder Gefahrengruppe B.

  • Während die Gefahrengruppe A kaufmännische und aufsichtsführende Berufe berücksichtigt,
  • werden in der Gefahrengruppe B die handwerklich- körperlich tätigen Antragsteller erfasst.
  • Solltest Du nicht im Berufsleben stehen, sei es, weil Du Privatier, Hausfrau oder Hausmann bist, erfolgt eine Einstufung in der Gefahrengruppe A.
Solltest Du als Artist oder Sprengtaucher dein Geld verdienen, wird es allerdings kritisch, einen Versicherer zu finden. In diesem Fall sind Spezialversicherer gefragt. Gleiches gilt auch bei gefahrenerhöhenden Hobbys, beispielsweise Paragliding oder Springreiten.

Seniorenunfallversicherung

SeniorenunfallversicherungIm Gegensatz zu einer Kinderunfallversicherung oder einer Police für Erwachsene zielt eine Seniorenunfallversicherung nicht mehr auf die Sicherung des Einkommens ab. Die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung fließt weiter, ebenso die private oder betriebliche Altersversorgung. Der Gedanke einer Unfallversicherung für ältere Menschen hat einen anderen Leistungsgrund. Hier geht es darum, im Fall eines Unfalls eine Versorgung in den eigenen vier Wänden sicherzustellen. Nicht jeder Unfall führt gleich zu einer Einstufung in eine Pflegestufe. Dennoch kann es sein, dass ein Senior oder eine Seniorin Hilfe bei der Hausarbeit benötigt oder schlicht das Einkaufen schwerfällt. Dazu bieten die Unfallversicherungen für Senioren gesonderte Assistanceleistungen im Fall eines Oberschenkelhalsbruchs. Natürlich sollte auch eine Kapitalleistung für den Fall der Invalidität vereinbart sein. Umbauten in der Wohnung können auch im Alter von 70 Jahren notwendig werden.

Wichtig bei einer guten Police ist der Umstand, dass es keine Altersbeschränkung gibt und Leistungskürzungen erst ab einem sogenannten Mitwirkungsanteil von 50 Prozent greifen. Eine Seniorenunfallversicherung kommt gerade für aktive Senioren, die beispielsweise noch viel mit dem Rad unterwegs sind, oder nach wie vor Wandertouren unternehmen, infrage.

Sportunfallversicherung

Der Sportunfallversicherung kommt eine besondere Bedeutung zu. Normalerweise sind Sportunfälle durch die private Unfallversicherung abgedeckt. Es gibt allerdings einige Sportarten, die bei vielen Gesellschaften als nicht versicherbare Risiken eingestuft werden. Dazu zählen beispielsweise

  • Kampfsport
  • Drachenfliegen
  • Dressurreiten
  • Tauchen
  • Motorsport

Im Rahmen einer speziellen Sportunfallversicherung kannst Du diese Risiken aber ebenfalls versichern. Die Sportunfallversicherung nimmt im weitesten Sinne auch eine sozialpolitische Aufgabe wahr. Geistig behinderte Menschen sind normalerweise in einer Unfallversicherung nicht versicherbar. Sportvereine kommen jedoch einer integrativen Aufgabe nach, wenn sie diesem Personenkreis die Ausübung einer Sportart ermöglicht. Im Rahmen des Vereinssports genießt auch diese Personengruppe während der sportlichen Aktivitäten Versicherungsschutz.

Die Sportunfallversicherung deckt auch den sogenannten „optischen Tod“ ab. Aufregung während einer Partie, die zu einem Zusammenbruch des Herz-Kreislauf-Systems führt, stellt keinen Unfall im klassischen Sinne dar, wird aber auf im direkten Zusammenhang mit dem Sport, auch im Falle des „Zuschauerseins“ auf der Tribüne, zurückgeführt.

Die KFZ-Insassenunfallversicherung

Diese Versicherung wird in Kombination mit einer Autoversicherung angepriesen. Um es vorweg zu sagen: Die Insassenunfallversicherung gehört zu den sinnlosesten Versicherungen überhaupt. Wir wollen Dir diese Behauptung anhand eines Beispiels verdeutlichen: Du fährst als Beifahrer mit, es kommt zu einem Unfall, du wirst schwer verletzt. War Dein Fahrer der Unfallverursacher, greift seine Haftpflichtversicherung. War der Unfallgegner Verursacher, leistet seine Haftpflichtversicherung. Bist Du gefahren, leistet deine private Unfallversicherung. Die Leistungen aus der Insassenunfallversicherung sind im Vergleich zu einer richtigen Unfallversicherung gering. Spare Dir das Geld, und gehe davon Pizza essen. Du hast mehr davon.

Die Bauhelferversicherung

Die Bauhelferversicherung stellt  im Rahmen unserer Zielgruppendefinition einen kleinen Exkurs dar und ist für Dich nur relevant, wenn Du einen Neubau planst. Zunächst einmal bist Du verpflichtet, Deine Bauhelfer bei der BGU abzusichern. Der Grund liegt in den Gefahren, die von einer Baustelle und den Tätigkeiten dort ausgehen. Allerdings fallen die Leistungen im Fall eines schweren Unfalls eher bescheiden aus. Es macht daher Sinn, zusätzlich bei einem privaten Versicherer eine Bauhelferversicherung abzuschließen. Dies kann als pauschale Deklaration ohne Namensnennung oder auf den einzelnen Bauhelfer namentlich geschehen. Die Prämien fallen im Vergleich zu den Baukosten fast unsichtbar aus. Du solltest sie jedoch investieren, immerhin bist Du für Deine Helfer auch verantwortlich.

Die Gruppenunfallversicherung

Diese Form der Unfallversicherung nimmt ebenfalls einen besonderen Stellenwert ein. Sie kommt beispielsweise bei Sportvereinen zum Tragen. Unternehmen sichern darüber ihre Mitarbeiter zusätzlich zur gesetzlichen Unfallversicherung ab. Bei der Gruppenunfallversicherung erfolgt keine namentliche Nennung, es wird lediglich die Anzahl der versicherten Personen in der Police genannt. Je höher die Anzahl der versicherten Personen ausfällt, um so niedriger wird die Prämie pro Kopf.

 Zusammenfassung

  • Für die Auswahl Deines Versicherungsschutzes greift maßgeblich, in welcher persönlichen Situation Du stehst.
  • Die Prämie Deiner Unfallversicherung orientiert sich nach der beruflichen Tätigkeit, die Du ausübst.
  • Über eine Sportunfallversicherung kannst Du auch das Risiko, welches aus einer gefährlichen Sportart resultiert, absichern.
  • Die KFZ-Insassenunfallversicherung ist völlig überflüssig.

Was ist bei einer Unfallversicherung zu beachten – Fakten zur Auswahl

Wenn Du zu der Erkenntnis gekommen bist, dass eine Unfallversicherung notwendig ist, um im Zweifelsfall finanziell „nicht unter die Räder zu kommen“, gilt es jetzt, zu überlegen, welchen Versicherungsschutz du benötigst.

Eine maximale Versicherungsleistung von 500.000 Euro mag auf den ersten Blick übertrieben klingen, macht aber absolut Sinn. Darauf weist auch das Online-Magazin des Fernsehsenders n-tv in seiner Ausgabe vom 23.1.2014 hin. Invalidität bedeutet, dass mögliche Umbauten in der Wohnung notwendig werden, oder das Auto behindertengerecht umgestaltet werden muss. Ein kompletter Einkommensverlust aufgrund einer körperlichen Behinderung muss ebenfalls kompensiert werden. Je nach deinem aktuellen Einkommen und möglichen finanziellen Verpflichtungen, beispielsweise aus einer Baufinanzierung, können 500.000 Euro sogar zu wenig sein. Gerade bei Verbindlichkeiten macht es Sinn, die monatliche Belastung über eine Unfallrente abzusichern. Diese leistet ab einem Invaliditätsgrad über 50 Prozent, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Berufstätigkeit, wenn auch in einem anderen Beruf, mit einer geringeren Invalidität noch möglich ist, sollte berücksichtigt werden.

Über den Sinn oder Unsinn eines Unfallkrankenhaustagegeldes haben wir bereits gesprochen. Ein Blick in die Details der Anbieter zeigt Dir, welche weiteren Leistungen kostenfrei versichert sind. So kann ein Zuschuss zum Zahnersatz, falls dieser unfallbedingt notwendig wird, durchaus Sinn machen.

Wie hoch sollte eine Unfallversicherung sein?

Wie hoch sollte eine Unfallversicherung sein?Wie bereits an anderer Stelle erwähnt haben, lautet die Faustformel, dass Du als Versicherungssumme bei einer einmaligen Kapitalzahlung das 10fache Deines Jahresbruttogehaltes wählen solltest. Eine präzisere Ermittlung geht jedoch davon aus, wie viel Du aktuell verdienst und wie viele Jahre Du noch arbeiten musst. Multipliziere Dein Jahreseinkommen mit der Anzahl der Jahre, und Du weißt, welche Summe notwendig ist, um Deinen Lebensstandard auf dem heutigen Niveau  zu halten. Diese Summe wird im Fall einer Vollinvalidität ausgezahlt. Bei einer Progression von 1.000 Prozent fällt die Versicherungssumme selbst vergleichsweise gering aus. Berücksichtige dabei, ob Du das ausgezahlte Kapital mit aufbrauchen möchtest oder nicht .Vergiss aber nicht, dass auf die Zinsen bei einer Kapitalanlage auch noch 25 Prozent Abgeltungssteuer anfallen.

Die Unfallrente

Mit der Unfallrente sicherst Du Dir ein regelmäßiges Einkommen ab einer Invalidität von mehr als 50 Prozent. Diese Rente wird lebenslang gezahlt. Die Unfallrente bietet sich sowohl als Ergänzung bei laufenden Verbindlichkeiten an, als auch für Kinder. Wenn Du Kinder hast, erweitere die Unfallversicherung für Deine Kinder unbedingt um eine Unfallrente – damit stellst Du sicher, dass sie im schlimmsten Fall über ein Einkommen verfügen, welches über der Grundsicherung liegt (Beachte den Artikel in der Finanztest).

Die Todesfallleistung

Ziehe den Einschluss einer Todesfallleistung dem Einschluss einer Übergangsleistung vor. Die Absicherung ist umfassender, eine Abschlagszahlung auf die Invaliditätsleistung aber ebenfalls möglich.

Einschlüsse

Auch wenn wir es bereits erwähnten, es bestehen von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft unterschiedliche, kostenfrei mitversicherte, Einschlüsse. Der wichtigste, gerade bei der Kinderunfallversicherung, stellt der Einschluss „Spätfolgen durch Zeckenbiss“ dar. Schäden durch Vergiftungen, im engeren Sinn keine Unfälle, sollten ebenfalls mit abgedeckt sein.

Die Höhe der Bergungskosten sollte ausreichend ausfallen. Eine Bergung mit dem Helikopter bei einem Skiunfall schlägt rasch mit 5.000 Euro zu Buche. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist nicht zwingend gegeben.

Ein hübsches Ad-on stellt ein Zuschuss zu unfallbedingten Zahnersatzleistungen dar.

Was kostet eine Unfallversicherung?

Diese Frage brennt Dir wahrscheinlich von Beginn an auf den Lippen. Die Antwort darauf findest Du in unserem Versicherungsvergleich. Voraussetzung ist natürlich, dass Du Deinen Bedarf entsprechend Deiner Bedürfnisse ermittelt hast. Unser Versicherungsvergleich zeigt Dir nicht nur die günstigsten Versicherungen, sondern bietet Dir darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Vertragsdetails der Anbieter direkt miteinander zu vergleichen.

Wichtig ist bei der Eingabe der Daten, dass Du Deine korrekte Berufsbezeichnung angibst, da der Beitrag ja nach Berufsgruppen ermittelt wird. Solltest Du im öffentlichen Dienst tätig sein, oder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, bekommst Du auf die Prämie noch einen entsprechenden Rabatt. Unser Vergleichsrechner berücksichtigt diesen Sachverhalt bei der Anzeige der Versicherer und Prämien automatisch. Achte darauf, dass Du Dich für einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit entscheidest. So steht Dir die Option offen, bei einem günstigeren Angebot jährlich zu wechseln.

Vorsicht: Eine jährliche automatische Steigerung des Beitrags um einen bestimmten Prozentsatz erhöht auch jährlich die Versicherungssumme. Dies ist aber nicht notwendig, sondern wird zum Sprengsatz im Portemonnaie. Es ist sinnvoller, die Höhe der Versicherungssumme alle zwei oder drei Jahre zu überprüfen und gegebenenfalls selbst anzupassen.

 Zusammenfassung

  • Wähle eine Versicherungssumme, die Dir auf jeden Fall auch bei dem Verlust Deiner Arbeitsfähigkeit ein Auskommen ermöglicht.
  • Du hast die Möglichkeit, eine Kapitalleistung um eine Unfallrente zu ergänzen. Diese sichert Dir beispielsweise die Fortzahlung möglicher Verbindlichkeiten zu und zahlt ein Leben lang.
  • Mit der Todesfallleistung als Vorabzahlung auf die Invaliditätssumme überbrückst Du den Zeitraum, bis zur Feststellung der endgültigen Invalidität.
  • Bestimmte kostenlose Einschlüsse, wie Bergungskosten oder Spätfolgen bei Zeckenbissen, sind für bestimmte Zielgruppen besonders wichtig.
  • Den Beitrag für Deine Unfallversicherung ermittelst Du schnell und bequem über unseren Vergleichsrechner. Dieser berücksichtigt auch automatisch eventuelle Rabatte.
  • Verzichte auf eine automatische jährliche Anpassung, die Dynamik.

Wo trage ich die Unfallversicherung in der Steuer ein?

Natürlich ist es wünschenswert, dass Du Deine Unfallversicherung von der Steuer absetzen kannst. Die steuerliche Absetzbarkeit richtet sich bei der Unfallversicherung nach dem Verwendungszweck. Unterschieden wird bei der Verwendung zwischen

  • Absicherung in der Freizeit
  • Absicherung gegen Berufsunfälle
  • Eine Absicherung, die beides umfasst

Eine Unfallversicherung, die nur auf Arbeitsunfälle abstellt, trägst Du in der Steuererklärung bei berufsbedingten Werbungskosten ein. Bei der Unfallversicherung, die Freizeitunfälle absichert, trägst Du die Aufwendungen unter Sonderausgaben ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Beiträge jedoch zu einer Steuererleichterung führen, fällt eher gering aus. Bei der Anrechnung der Versicherungsbeiträge berücksichtigt das Finanzamt zunächst die Beiträge zur Krankenversicherung. Da die Höchstgrenze für Sonderausgaben bei 1.900 Euro maximiert ist, schöpfen die Krankenversicherungsbeiträge die abzugsfähigen Gelder in der Regel in voller Höhe aus.

Entscheidest Du Dich für die sinnvollste Variante, eine Police, die sowohl Berufs- als auch Freizeitunfälle absichert, gestatten die Finanzbehörden eine Aufteilung. Da Du die genaue Beitragsteilung nicht kennst, ist eine Aufteilung der Beiträge je zur Hälfte seitens des Finanzamtes zulässig. So kannst Du 50 Prozent deiner Beiträge auf jeden Fall als Werbungskosten geltend machen.

Rechtliches zur Kündigung, Beitragsfreistellung & Gerichtsbarkeit

Für die Unfallversicherung greifen natürlich, wie für jeden anderen Vertrag auch, rechtliche Grundlagen. Neben dem Vertragsrecht, dem BGB, liegen auch die Allgemeinen Unfallbedingungen und das Versicherungsvertragsgesetz zugrunde. Diese regeln die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Übersetzt heißt das, dass Du dort nachlesen kannst, welche Ansprüche Du gegen den Versicherer hast und welche Pflichten dir obliegen. Beispielsweise ist dort geregelt, innerhalb welcher Frist Du einen Unfall an die Versicherung melden musst. Die juristische Formulierung lautet „unverzüglich“, eine Anzahl von Tagen ist häufig nicht vorgegeben.

Wann kann ich die Unfallversicherung kündigen?

Eine Unfallversicherung abzuschließen ist das eine, sie zu kündigen, das andere. Ein Grund für die Kündigung sollte eigentlich nur sein, dass Du ein besseres Angebot gefunden hast. Ein guter Anbieter bietet die von vorneherein nur einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit an. Diesen kannst Du bis zu drei Monate vor dem Hauptfälligkeitstermin, Tag und Monat des Versicherungsbeginns kündigen. Hast Du einen Vertrag mit dreijähriger Laufzeit unterschrieben, kann die Kündigung bis zu drei Monate vor Ablauf des dritten Versicherungsjahres erfolgen. Dieser Termin gilt auch für alle Verträge mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren. Hier hat der Gesetzgeber den sogenannten Knebelverträgen einen Riegel vorgeschoben.

Kann ich eine Unfallversicherung beitragsfrei stellen?

Dies ist nur bei den Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr möglich. Bei einer reinen Unfallversicherung hat der Versicherer einen Anspruch auf den vollen ersten Jahresbeitrag. Bei einer Senkung des Beitrages während des ersten Versicherungsjahres kann es sein, dass sich die Versicherung ab Beginn der Beitragssenkung automatisch um ein Jahr verlängert. Beitragsfreistellung und Absenkung der Prämien basieren letztendlich auf der Kulanz des Versicherers und werden von den Assekuranzen nicht einheitlich gehandhabt.

Unterschiedliche Gerichtsbarkeit

Bei Rechtsstreitigkeiten mit der Unfallversicherung kommt es darauf an, ob es sich um die gesetzliche Unfallversicherung oder um eine private Unfallversicherung handelt. Rechtsstreitigkeiten mit der gesetzlichen Unfallversicherung werden grundsätzlich vor den Sozialgerichten verhandelt.

Grund dafür ist die Tatsache, dass die gesetzliche Unfallversicherung Bestandteil der Sozialversicherung ist. Unstimmigkeiten mit einer privaten Unfallversicherung werden im Rechtsfall vor einem Zivilgericht verhandelt, da es sich hier um klassisches Vertragsrecht handelt.
 Zusammenfassung

  • Die Beiträge zur Unfallversicherung kannst Du steuerlich geltend machen.
  • Die Beiträge zur Freizeitabsicherung fallen unter Sonderausgaben, der Teil, der auf die berufliche Absicherung entfällt unter Werbungskosten.
  • Eine Aufteilung des Beitrages je zur Hälfte ist zulässig.
  • Die Kündigungsfrist für Deine Unfallversicherung beträgt drei Monate.
  • Die Vertragslaufzeit kann nach spätestens drei Jahren beendet werden, auch wenn der Vertrag ursprünglich eine längere Laufzeit vorsieht.
  • Die Beitragsfreistellung ist bei einer reinen Unfallversicherung von der Kulanz des Versicherers abhängig.
  • Bei Rechtstreitigkeiten kommt es darauf an, ob der Gegner die gesetzliche Unfallversicherung oder ein privater Unfallversicherer ist. Für die gesetzliche Unfallversicherung sind die Sozialgerichte zuständig.

Was ist die gesetzliche Unfallversicherung?

  • Solltest Du studieren oder abhängig berufstätig sein, bist Du während Deiner Arbeitszeit und auf den sogenannten Arbeitswegen durch die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert.
  • Das gilt übrigens auch für kleine Kinder während des Aufenthaltes in einer beaufsichtigten Kindertagesstätte und für Schüler während der täglichen Schulzeit und des Weges dorthin respektive nach Hause. Die gesetzliche Unfallversicherung stellt für die hier genannten Personen eine Pflichtversicherung im Rahmen der Sozialversicherung dar.
  • Nur wenige selbstständige Berufe sind ebenfalls dort pflichtversichert, beispielsweise Friseure. Eine Aufnahme der meisten Selbstständigen könnte nur auf gesonderten Antrag erfolgen. Mit der Mitgliedschaft der Selbstständigen verhält es sich allerdings anders, als beim Versicherungsschutz: Sie sind Pflichtmitglieder, sobald sie Mitarbeiter beschäftigen. Das heißt, sie müssen Beiträge entrichten, ohne selbst versichert zu sein.
  • Pflichtversichert sind auch die Bauhelfer, die in ihrer Freizeit bei der Errichtung eines Neubaus behilflich sind. In diesem Fall muss der Bauherr die Beiträge abführen. Eine Meldung über den Neubau erfolgt durch das örtliche Bauamt an die Berufsgenossenschaft.
Versicherungsträger der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen.

Kosten

Solltest Du zu einer der versicherungspflichtigen Personengruppen gehören, musst Du dir über den Beitrag, es sei denn Du bist selbstständiger Friseur, keine Gedanken machen. Der Beitrag wird für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom Arbeitgeber entrichtet, für Kinder, Schüler und Studenten aus Steuermitteln finanziert. Der Beitrag selbst orientiert sich an verschiedenen Faktoren:

  • An der Lohnsumme, die ein Unternehmen in der Summe im Jahr an seine Mitarbeiter auszahlt.
  • An der Gefahrengruppe, der ein Unternehmen zugeordnet wird.
  • Der Beitrag zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung errechnet sich aus der Fläche der bewirtschafteten Ländereien und der Anzahl der gehaltenen Tiere.

Leistungen

Leistungen der UnfallversicherungDie gesetzliche Unfallversicherung hat mehrere Aufgaben. Zum eine gilt es, Unfallprävention in den Firmen zu betreiben. Dazu zählt die Überwachung der Arbeitssicherheit, aber auch die Information der Arbeitnehmer zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Eine Leistungspflicht besteht für die GUV nicht nur bei einem Arbeitsunfall, sondern auch bei Auftreten einer Berufskrankheit. In diesen beiden Fällen wird jedoch nicht sofort eine Rente gezahlt, sondern zunächst versucht, den Arbeitnehmer durch Reha-Maßnahmen oder Umschulung wieder in den Berufsprozess zu integrieren. Bleibt dies erfolglos, greifen die Geldleistungen

  • Jahresarbeitsverdienst 36. Euro, 2/3 => 24.000 Euro bei 100% Erwerbsminderung => 2.000 € mtl.
  • Jahresarbeitsverdienst 36.000 Euro, 2/3 => 24.000 Euro, daraus 30% => 8.000 Euro => 667 € mtl.

Die Unfallrente

Die Unfallrente stellt das wichtigste Standbein bei den Geldleistungen dar. Grundlage für die Verletztenrente bildet das Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles. Die Verletztenrente wird nach 26 Wochen gezahlt, wenn eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 Prozent gegeben ist, und orientiert sich in der Höhe an der tatsächlichen Erwerbsminderung. Zur Berechnung der GUV-Rente zwei Beispiele, einmal mit einer Erwerbsminderung von 100 %, einmal mit einer Erwerbsminderung in Höhe von 30 Prozent. Die Grundlagen bilden 2/3 des zur Berechnung herangezogenen Einkommens.

Das Verletztengeld

Befindet sich ein Arbeitnehmer in der Rehabilitation, erhält er als Lohnersatz das Verletztengeld. Dieses beträgt 80 Prozent des letzten Einkommens und übersteigt damit das klassische Krankengeld um zehn Prozent.

Die Hinterbliebenenrente

Neben der Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zahlt die GUV auch eine Hinterbliebenenrente. Diese darf aber mit der Zahlung aus der GRV in der Summe nicht mehr als 80 Prozent des gesamten Jahresarbeitsverdienstes des Verunglückten ausmachen.

Das Sterbegeld

Während die Ersatzkassen das Sterbegeld völlig abgeschafft haben, erstattet die Berufsgenossenschaft eine Beihilfe zu den Bestattungskosten. Diese Beihilfe beträgt pauschal ein Siebtel der jeweils gültigen Bezugsgröße.

Die Sachleistungen

Neben den Geldleistungen erbringt die GUV auch Sachleistungen während der Rehabilitation beziehungsweise auch darüber hinaus. Dazu zählen

  • Häusliche Krankenhilfe
  • Häusliche Pflege
  • Haushaltshilfe
  • Ärztliche Behandlung
  • Heil- und Hilfsmittel
  • Reha-Maßnahmen mit Unterbringung
 Zusammenfassung

  • Die gesetzliche Unfallversicherung bietet umfangreichen Versicherungsschutz, allerdings nur bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.
  • Neben Geldleistungen stellt sie auch Sachleistungen zur Verfügung.
  • Vor der Gewährung von Geldleistungen steht das Bemühen, den Verletzten wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren.
  • Die Leistungen aus der GUV begünstigen den Verunglückten bei Erwerbsminderung deutlich besser als die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das finale Fazit

Wenn Du dich bis hierhin durchgearbeitet hast, verfügst Du jetzt über umfangreiche Informationen zur privaten und gesetzlichen Unfallversicherung. Wir hoffen, dass deutlich geworden ist, dass eine private Unfallversicherung hilft, eine existenzielle Gefährdung nach dem Eintritt der Invalidität aufzufangen. Nicht alle Bausteine der privaten Unfallversicherung sind sinnvoll. In Bezug auf das Verhältnis zwischen gewählten Bausteinen und Beitrag gilt in den meisten Fällen „weniger ist mehr“. Konzentriere Dich beim Abschluss eines Vertrages wirklich nur auf die Existenzsicherung. Kostenfreie Einschlüsse sind gut, Krankenhaustagegeld überflüssig.

Du weißt jetzt auch, welche Größenordnungen als Grundlage für die Ermittlung des richtigen Versicherungsschutzes über unseren Vergleichsrechner wichtig sind und wie Du den Beitrag über die Progressionsstufen in Bezug auf die Versicherungssumme optimierst.

Ein Appell an Dich, wenn Du Kinder hast: Halte Dir vor Augen, dass eine Invalidität Deinen Kindern Berufschancen und damit Einkommenschancen im Erwachsenenleben nimmt. Du investiert heute in Markenjeans für Deinen Nachwuchs, Laptops und Handys. Schau einmal in unserem Versicherungsvergleich, wie preiswert eine Kinderunfallversicherung tatsächlich ausfällt und investiere diesen Betrag, hoffentlich unnötig, in Deine Kinder.

Inhaltsverzeichnis

Unfallversicherung Vergleich 2019

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